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Siedlungswasserwirtschaft / kommunales Abwasser
 

Häusliches Abwasser

Ihr Abwasser darf in ein Gewässer nur eingeleitet werden, wenn seine Schadstofffracht in einer Behandlungsanlage nach dem allgemein anerkannten Regeln der Technik auf das mögliche Minimum reduziert worden ist.

Die Zweckverbände haben ein Abwasserbeseitigungskonzept ABK für ihr Verbands-/Entsorgungsgebiet erstellt, aus dem grundstücksbezogen die zukünftig angedachte Abwasserbeseitigung der Grundstücke ersichtlich (und damit auch die Bereiche mit zukünftigen vollbiologischen Kleinkläranlagen KKA) wird. Dieses ist bei dem jeweiligen Zweckverband einzusehen.

Als Sonderfall sind für die Behandlung von häuslichem Abwasser in Kleinkläranlagen die allgemein anerkannten Regeln der Technik in der DIN EN 12566 Teile 1-3 festgelegt.
Voraussetzung für die Einleitung Ihrer Abwässer in ein Gewässer ist eine Erlaubnis der unteren Wasserbehörde.
Die Erlaubnis wird immer befristet, um nach Ablauf dieser Frist auf geänderte Gegebenheiten oder Anforderungen reagieren zu können.

Kleinkläranlagen müssen mit einem Prüfzeichen des Deutschen Instituts für Bautechnik nach DIN 4261 Teil 2 oder EN 12566 zertifiziert sein. Das Prüfzeichen muss die gesamte Anlage und nicht nur Teile (z.B. Betonfertigteile) beinhalten. Anlagen ohne das oben erwähnte Zertifikat (z. B. Pflanzenkläranlagen, Teichanlagen) müssen hinsichtlich Bau und Betrieb im Einzelfall genehmigt werden.

Eine Ausführliche Erklärung zur dezentralen Abwasserentsorgung mit Kleinkläranlagen erhalten Sie aus der Broschüre des Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz:

Dezentrale Abwasserentsorgung mit Kleinkläranlagen

Um Ihnen die Antragstellung zu erleichtern ist im folgenden Merkblatt die Vorgehensweise bei der Antragsstellung kurz erläutert:

Notwendige Unterlagen:

Bei Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Einleitung von Abwasser in das Grundwasser/ in ein oberirdisches Gewässer nach Vorbehandlung in einer Kleinkläranlage gemäß DIN EN 12566

Vollständig ausgefülltes Anzeigeformular einschließlich der auf Seite 3 unten aufgeführten
beizufügenden Unterlagen wie:

  • Übersichtskarte
  • Lageplan mit eingezeichneten Abwasseranlagen und Flurstückskarte
  • Ausführungszeichnungen aus denen die gesamte Abwasseranlage einschließlich des Auslaufbauwerkes ersichtlich ist (Grundriss, Schnitte und Details)
  • Anlage 1 (Vom jeweils zuständigen Zweckverband auszufüllen!)


Verzeichnis der zertifizierten Fachunternehmen der Kleinkläranlagen - Wartung


Förderung von Kleinkläranlagen im Freistaat Thüringen


Das Einleiten von Abwasser aus Herkunftsbereichen (das ist spezifisch belastetes Abwasser, vorzugsweise aus industriellen Anlagen), für die in der Abwasserverordnung Anforderungen an den Ort des Anfalls oder vor dem Vermischen festgelegt sind, in eine öffentliche Abwasseranlage, bedarf der Genehmigung.

 
 

Niederschlagswasser

Auf befestigten Flächen anfallendes, nicht schädlich verunreinigtes Niederschlagswasser ist, sofern wasserwirtschaftliche und gesundheitliche Belange dem nicht entgegenstehen, gemäß § 57 Thüringer Wassergesetz (ThürWG), von demjenigen bei dem es anfällt zu verwerten. Dies ist z.B. durch Brauchwassernutzung über Retentionszisternen oder Versickerung möglich. Der Versickerung ist sofern möglich, Vorrang vor der Ableitung in Gewässer zu geben. Schädlich belastetes Niederschlagswasser (z.B. von Dacheindeckungen aus Kupfer, Zink, Blei) ist gemäß der "Richtlinie zur Beseitigung von Niederschlagswasser in Thüringen" vorzureinigen.

Bei geplantem/r

  • Einsatz von grundstücksbezogenen Retentionszisternen ist pro 100 m² bebauter Fläche 2,75 m³ Retentionsvolumen zugrundezulegen,
  • Versickerung ist der Wasserbehörde die Versickerungsfähigkeit des Untergrundes nachzuweisen sowie die Prüfliste zur Anwendbarkeit der Versickerung gemäß der "Richtlinie zur Beseitigung von Niederschlagswasser in Thüringen" vorzulegen.

Ist eine Versickerung nicht möglich (z.B. aufgrund der Bodenbeschaffenheit), ist das Niederschlagswasser anderweitig schadlos abzuführen (z.B. öffentliche Kanalisation, Einleitung in Oberflächengewässer).

Bei geplanter Einleitung von Niederschlagswasser in oberirdische Gewässer/ Grundwasser (Versickerung) ist der Antrag zur Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis gemäß §§ 8, 9, 10, 11, 27, 48, 55, 57 Gesetz zur Neuregelung des Wasserrechts Artikel 1 - Wasserhaushaltsgesetz - (WHG) bei der unteren Wasserbehörde zu stellen.


Bei der Antragstellung sind die Mindestanforderungen im folgenden Merkblatts zu beachten:

 

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