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Naturschutzgebiet "Pinsenberg"
 


Gewöhnliche Kuhschelle und Mopsfledermaus


Die Gewöhnliche Kuhschelle

Gewöhnliche Kuhschelle - Naturschutzgebiet Pinsenberg

Beschreibung:
Gewöhnliche Kuhschelle
(Pulsatilla vulgaris)

Autor:
Marco Schmidt

Quelle:
Wikipedia Commons

Die Gewöhnliche Kuhschelle gehört zur Gattung der Kuhschellen, die wiederum zur Familie der Hahnenfußgewächse zählen. Bekannt ist die Blume auch unter dem Namen Küchenschelle. Dieser führt zurück auf die Verkleinerungsform von Kuhschelle, weil die Blüten an die Glocken erinnern, die Kühe um den Hals tragen. Die Kuhschelle erreicht während der Blütezeit von März bis Mai eine Wuchshöhe von etwa 15 Zentimetern. Im Laufe des Jahres wächst sie bis zur Fruchtreife auf 40 Zentimeter heran. Als Tiefwurzler dringt sie über 1 Meter tief ins Erdreich ein. Um bei Kälte ausreichend geschützt zu sein, bildet die Pflanze im unteren Teil behaarte Blütenblätter aus. Auch die Blütenhüllblätter sind zottig behaart, um eine übermäßige Wasserverdunstung zu verhindern. Alle Teile der Pflanze sind giftig – der Umgang mit der Pflanze kann bei empfindlichen Personen allergische Hautreizungen auslösen.
Sie ist nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Art. In Thüringen ist sie als gefährdet eingestuft – in anderen Bundesländern gilt sie bereits als ausgestorben. Wie so viele andere Pflanzen, die den Lebensraum Magerrasen mit ihr teilen, ist auch die Kuhschelle besonders durch die Veränderungen der modernen Landwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen. Der Einsatz von Düngemitteln, die Aufgabe der Viehwirtschaft mit anschließender Umwandlung von Weideland in Ackerflächen bedeutet das Aus für die Pflanze. Weitere Lebensraumverluste werden verursacht von zunehmenden Siedlungen und Verkehrsflächen auf landwirtschaftlich unrentablen Flächen.


Website: Gewöhnliche Kuhschelle

Ausführliche Informationen über die seltene Pflanze:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Kuhschelle


Die Mopsfledermaus

Mopsfledermaus - Naturschutzgebiet Pinsenberg
Beschreibung:
Mopsfledermaus im Flug
(Barbastella barbastellus)

Autor:
C. Robiller / Naturlichter.de

Quelle:
Wikipedia Commons

Ihren Namen bekam sie durch die mopsartige Schnauze. Ihr Fell und die Flughäute sind fast schwarz, die Bauchseite dunkelgrau. Sie ernährt sich hauptsächlich von kleinen Insekten wie Käfern, Nachtfaltern und Mücken, die sie in Wäldern oder in der Nähe von Wäldern jagt. Heute gehört die Mopsfledermaus zu den seltensten Fledermausarten und ist im gesamten Bundesgebiet vom Aussterben bedroht. Schuld an ihrem starken Rückgang ist vor allem der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Land- und Forstwirtschaft. Sie kosten zum einen Beutetiere wie Kleinschmetterlinge das Leben, zum anderen stirbt die kleine
Fledermaus einen langsamen Tod, indem sich mehr und mehr Gift in ihrem Körper anreichert. Heute fehlt es den wenigen überlebenden Mopsfledermäusen außerdem an Sommerquartieren hinter abstehender Rinde oder in Baumhöhlen. Denn viele alte Bäume werden als "Gefahrenbäume" gefällt. Mit den Winterquartieren sieht es nicht viel besser aus: Immer mehr Höhlen, Stollen und Bunker werden mit Beton verschlossen oder zugesprengt. Letztlich gefährdet auch der Straßenverkehr die Mopsfledermaus. Ihr niedriger Flug macht sie zu einem häufigen Verkehrsopfer.



Schau Dir die Mopsfledermaus im Flug an!

Dateiname/Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ol1-XVT6nXE
Beschreibung: Beeindruckende Filmaufnahmen einer fliegenden Mopsfledermaus


Website: Mopsfledermaus


Website: Stiftung Fledermaus

Die noch junge „Stiftung Fledermaus“ ist nicht nur in Thüringen sondern auch bundesweit die erste und einzige Stiftung, die sich speziell den Fledermausschutz auf ihre Fahnen geschrieben hat. Auf der Website findet man direkte Ansprechpartner vor Ort – siehe Kontakttabelle des Thüringer Fledermausschutzes: http://www.stiftung-fledermaus.de/


Website: BUND zum Thema Fledermäuse

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) über die Jäger der Nacht:
http://www.bund.net/themen_und_projekte/artenschutz/saeugetiere/fledermaus/


Website: Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale

Hier erfährt man mehr über den Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale:
http://www.thueringer-schiefergebirge-obere-saale.de/
 
 
 

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