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Naturschutzgebiet "Dreba-Plothener Teichgebiet" - Broschüre 2
 


Moorfrosch und Libellenarten


Der Moorfrosch

Moorfrosch - Naturschutzgebiet Dreba Plothener Teichgebiet

Beschreibung:
Moorfrosch, intensive Blaufärbung eines Männchens zur Laichzeit
(Rana arvalis)

Autor:
Christian Fischer

Quelle:
Wikipedia Commons

Der Moorfrosch ist eine kleinere Froschart und erreicht nur eine Größe von maximal 7 Zentimetern. Er besitzt eine spitze, schnabelige Kopfform. Häufig befindet sich ein breiter, cremefarbener Längsstreifen auf der Rückenmitte, der bis auf den Kopf reicht. Der männliche Moorfrosch besitzt während der Paarungs- bzw. Laichzeit eine mehr oder weniger ausgeprägte Blaufärbung. Der Ruf dieses Lurchs erinnert an blubberndes Wasser. Der Moorfrosch bewohnt – wie sein Name bereits preisgibt –vorzugsweise Moor- und Sumpfgebiete, Auwälder, Flussniederungen, Bruchwälder und nasse Wiesenkomplexe. Er bewohnt teilweise auch Randzonen größerer Gewässer des Flachlandes. Seine Seltenheit macht ihn zu einem besonders schützenswerten Lurch. Hauptursachen für die stark zurückgehenden Bestände liegen in der Zerstörung oder Beeinträchtigung von Gewässern durch Zuschüttung oder Eintrag von Müll, Dünger und Umweltgiften. Er ist daher nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng zu schützende Art!


Schau Dir beeindruckende Aufnahmen des Moorfrosches zur Balz an!

Dateiname/Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ZuRyiWSmuxg
Beschreibung: Kurzfilm über die Balz des Moorfrosches, erklärt von Reinhard Voss


Website: Moorfrosch


Die Libellen im NSG Dreba-Plothener Teichgebiet

Libellenarten - Naturschutzgebiet Dreba Plothener Teichgebiet
Beschreibung:
Gebänderte Prachtlibelle, Männchen
(Calopteryx splendens)

Autor:
Susen Reuter

Als besonders reich ist die Vielfalt an Libellenarten im Naturschutzgebiet einzustufen. Zu den 33
nachgewiesenen Arten gesellen sich teils äußerst seltene Arten, was das Gebiet überregional bedeutend
macht! Relativ häufig sind Arten der Verlandungszonen mit stark schwankenden Wasserständen wie
Glänzende und Kleine Binsenjungfer sowie Gefleckte Heidelibelle. Vor allem an den wenig genutzten, versauerten Teichen sind seltene Moor-Arten wie Torf-Mosaik- und Kleine Moosjungfer zu finden. Weitere bemerkenswerte Arten sind Großes und Kleines Granatauge und die Gemeine Winterlibelle. Nur in geringer Anzahl und in einzelnen Jahren wurden in Thüringen sehr seltene Arten wie Keilflecklibelle, Kleine Pechlibelle, Sumpflibelle und Gebänderte Heidelibelle beobachtet. Am Plothenbach wurden die Fließgewässerarten Blauflügel-Prachtlibelle und Zweigestreifte Quelljungfer in größerer Dichte nachgewiesen. Als Röhricht-Art wurde vor Jahren die Kleine Mosaikjungfer nachgewiesen, von der aber danach keine Nachweise mehr erfolgten.


Schau Dir faszinierende Aufnahmen des Kleinen Granatauges an!

Dateiname/Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ZfNrUzdJ8AA
Beschreibung: Aufnahmen von Weibchen während der Eiablage sowie von Männchen auf der Wasservegetation sitzend


Schau Dir eine beeindruckende Dokumentation über Libellen an!

Dateiname/Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=126wGSuLuis
Beschreibung: Spannende Dokumentation über das Leben der Libellen (ARTE)


Die Gefleckte Heidelibelle

Libellenarten2 - Naturschutzgebiet Dreba Plothener Teichgebiet

Beschreibung:
Gefleckte Heidelibelle(Sympetrum flaveolum)

Autor:
André Karwath

Quelle:
Wikipedia Commons

Die Gefleckte Heidelibelle ist eine mittelgroße Segellibelle mit einer Köperlänge von 4 Zentimetern und eine Flügelspannweite von bis zu 6 Zentimetern. Die Hinterflügel zeigen einen deutlich sichtbaren Basalfleck von anfangs gelber, später rötlicher Färbung. Die Gefleckte Heidelibelle kann auf den ersten
Blick leicht mit der Frühen Heidelibelle verwechselt werden, da diese ebenfalls Basalflecken aufweist, jedoch wesentlich kleinere. Sie stellt hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und bevorzugt Sumpfgebiete und Übergangsmoore mit geringen oder fehlenden offenen Wasserflächen. Verlandungszonen von Weihern und Teichen werden besiedelt, sofern sie keiner starken Wasserschwankung unterliegen. Erwachsene Männchen ändern bei kühlen Temperaturen ihre Körperfarbe von ihrem kräftigen Dunkelrot zu einem bräunlichen Farbton, was bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur regulieren können.
Die Gefleckte Heidelibelle gilt laut Roter Liste als vom Aussterben bedroht! Wichtigste Voraussetzung für die Erhaltung der noch verbliebenen Vorkommen ist der Fortbestand der Wasserdynamik der Entwicklungsgewässer: Das heißt, eine Überflutung größerer Verlandungsbereiche im Frühjahr oder Frühsommer, die im Hochsommer wieder trocken fallen. Sämtliche Eingriffe in den Wasserhaushalt, wie Grundwasserabsenkungen, Drainage oder Grabenentwässerung sollten unter allen Umständen vermieden werden.


Schau Dir die Gefleckte Heidelibelle beim Sonnenbaden an!

Dateiname / Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=sqFEfWjoEUs
Beschreibung: Gefleckte Heidelibelle; Aufnahme: 1:22 Min.


Steckbrief Dreba-Plothener Teichgebiet:


Website: Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale

Hier erfährt man mehr über den Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale:
http://www.thueringer-schiefergebirge-obere-saale.de/
 
 
 

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