Einblicke in die Geschichte der Jugendherbergen in Thüringen 1909 - 2009
Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens hat das Deutsche Jugendherbergswerk Thüringen (DJH) eine
Wanderausstellung konzipiert. Die Wanderausstellung illustriert die Geschichte des Verbandes von den Anfängen als Wanderbewegung bis in die heutige Zeit.
Vier große Zeitepochen werden vorgestellt:
- Zeit vor dem 1. Weltkrieg
- 2. Weltkrieg
- Teilung Deutschlands in Ost und West
- die Einheit Deutschlands
Die Ausstellung soll dazu verhelfen, einen Einblick in die Arbeit der Jugendherbergen zu geben.
Schönheit vor der Haustür
Am 5. Juli um 12 Uhr eröffnete im Schleizer Landratsamt die Ausstellung "Die Schönheit vor der Haustür“.
Die Ausstellung zeigt Fotos aus dem Saale-Orla-Kreis mit ungewöhnlichen Ansichten und Aufnahmetechniken.
Oftmals bleibt das wahrhaft Schöne unentdeckt. Juergen K. Klimpke hat einige dieser „kleinen Freuden“ mit der Kamera eingefangen. Seine Bilder zeigen zur Ewigkeit verwandelte Momente. Sie laden zum Verweilen ein, um entweder innerliche Ruhe zu finden oder um die Energie mancher Bilder in sich aufzunehmen.
Die Fotos entstanden zu ungewöhnlichen Zeiten und an ungewöhnlichen Orten.
Während der Ausstellung haben die Besucher die Möglichkeit, das schönste Bild zu wählen. Aus allen Vorschlägen, werden drei per Losverfahren ausgewählt, die das von ihnen favorisierte Bild von Juergen K. Klimpke signiert für die heimische Wand erhalten.
Juergen K. Klimpke fotografiert seit 1979 und hat sich durch seine Buchveröffentlichungen sowie seine Arbeit als freier Journalist und Filmemacher bereits einen Namen gemacht.
Die Begabungen der Familie von der Gabelentz
Welche Bedeutung hat die Familie von der Gabelentz in der internationalen Sprachforschung ? Wie wurden durch die von der Gabelentz` Kunst und Kultur und die Altertumsforschung in Thüringen beeinflusst ? Wer ist eigentlich Schillers Taufpate ? Und wer ist der Miterfinder des Skatspiels ? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt die Ausstellung im Schleizer Landratsamt.
Die Ausstellung entstand auf Initiative des Sprach und Kulturvereins von der Gabelentz e.V. getreu dem Motto:
" Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Erhalten des Feuers ".
Der Verein möchte auf die universelle Bedeutung der Thüringer Landadelsfamilie von der Gabelentz aufmerksam machen, welche über 250 Jahre ihren Landsitz in Lemnitz, einer Gemeinde im Saale-Orla-Kreis, hatte.
Hans Georg Conon von der Gabelentz gilt als einer der Begründer der modernen synchronen Sprachwissenschaft.
Deutsche leben überall
Im Rahmen der stattgefundenen Europawoche im Mai präsentierte im Foyer des Landratsamtes Elena Gertfelder in Zusammenarbeit mit Kreisheimatpfleger Jürgen K. Klimpke vom 4.5. bis 28.5.2010 die Ausstellung „Deutsche leben überall“.
Die Ausstellung zeigte auf Schautafeln, wo überall auf der Erde Deutsche leben. Sie gab den Besuchern zudem einen Einblick, wie Deutsche dort leben und welche Elemente der deutschen Kultur sie noch heute pflegen.
Außerdem wurde in der Ausstellung auf die deutsche Sprache eingegangen und gezeigt, dass nicht nur Menschen auswandern, sondern auch Wörter.
Die Ausstellung entstand nach einer Idee von Elena Gertfelder. Sie hat Kontakt zu deutschstämmigen Menschen in Russland und Kasachstan.
In einer anderen Version wurde die Ausstellung bereits u.a. in Schtschutschinsk (Kasachstan) gezeigt. Die in Schleiz gezeigte Version wird demnächst auch an der deutschsprachigen Schule „Wiedergeburt“ im russischen Omsk ausgestellt werden.
Der dazu hergestellte Kontakt hat inzwischen auch Brieffreundschaften und Korrespondenzen zwischen der Schleizer Goetheschule und der Schule „Wiedergeburt“ in Omsk aufleben lassen.
Neben einem Einblick in das Leben Deutscher in anderen Teilen dieser Welt informiert die Ausstellung anhand originaler Exponate auch über die Welt der deutschsprachigen Zeitungen außerhalb Deutschlands.
Kohlezeichnungen von Maurice Arlt
Maurice Arlt ist ein junger Mann mit einem außergewöhnlichen Talent - Zeichnen. Am 15. eröffnete der Künstler seine erste Ausstellung im Foyer des Landratsamtes. Der junge Mann ist in Greiz geboren, gelernter Gerüstbauer und wohnt jetzt im Saale-Orla-Kreis. Seit seinem Unfall 2007 und einer daraus resultierenden Querschnittslähmung sitzt Maurice Arlt im Rollstuhl. Weil er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, fing er an zu zeichnen. Hierbei entdeckte der junge Mann nicht nur eine neue Aufgabe und Herausforderung, sondern (s)eine Berufung.
Seine Bilder sind mit Kohle gezeichnet. Die Kunstwerke in schwarz-weiß bestechen durch eine ungeheure Lebendigkeit und ziehen den Betrachter förmlich an. Kohle ist ein schönes natürliches Zeichenmaterial, weshalb die Verwischtechnik mit Zeichenkohle besonders gut gelingt. Es gehört wohl sehr viel Geschick und Fingerspitzengefühl zum Zeichnen mit Kohle und Talent kann auch nicht schaden. Maurice Arlt hat wohl die richtige Mischung aus allem gefunden. Bis zum 30. April können die Bilder im Landratsamt besichtigt werden.
Klima wandelt Thüringen
Die Ausstellung "Klima wandelt Thüringen" kann in der Zeit vom 18.03.10 bis zum 09.04.10 besichtigt werden. Der Klimawandel wird über kurz oder lang auch Auswirkungen auf Thüringen haben.
Die Ausstellung entstand auf Initiative der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. unter Mitarbeit des Instituts für Geographie, der FSU Jena und der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG). Neben der inhaltlichen Innovation ist deswegen auch die Form der Zusammenarbeit neu und innovativ: An dem Projekt arbeiten Forscher der Universität Jena mit Vertretern der staatlichen Umweltbehörden und Experten für politische Bildung und Umwelterziehung zusammen.
Die Ausstellung „KLIMA WANDELT THÜRINGEN“ verfolgt zwei Ziele: zum einen die Information und Aufklärung darüber, wie die globale Erwärmung den Freistaat im 21. Jahrhundert verändern wird, zum anderen die Motivation und Inspiration zu konkreten Projekten, Maßnahmen und Beiträgen zum Klimaschutz in Thüringen. Den Kern der geplanten Ausstellung bilden 18 feste Tafeln sowie interaktive Elemente.
Interessierten Gruppen werden Führungen durch die Ausstellung angeboten.
Die gelenkte Freizeit (20 jahre friedliche Revolution)
März: Die Ausstellung "Die gelenkte Freizeit" im Landratsamt, zusammengestellt vom "Archiv Bürgerbewegung Leipzig", beleuchtet eine weniger bekannte Seite des SED-Regimes, nämlich die Freizeit und das Freizeitverhalten der ehemaligen DDR-Bürger.
„Die Präsentation zeigt, wie sehr die DDR zu dieser Zeit eine Nischengesellschaft war", formulierte Jürgen Hauck in seinen Einführungsworten. Sinn der Ausstellung sei, zu hinterfragen, ob alles wirklich so schön war, wie es schien. "War das nicht ein Zerrbild und wurden die Nischen von oben gefördert? An vielen Stellen enthüllen sich wahre Hintergründe", so Hauck. Interessant ist es hinter die Aktivitäten zu schauen, die sich als harmlose Freizeitvergnügen darstellten. So ordnete zum Beispiel ein Telegramm an, dass alle Teilnehmer am Kongress des Kulturbundes 1982 in Dresden überprüft werden sollen. Die "beschnittene Leidenschaft" des Briefmarkensammeln wird erwähnt. Sonderpostwertzeichen gab es nur mit Sammlerausweis. Mancher erinnert sich an das Autodachzelt, das lange vor dem Film "Go Trabi go" gebaut wurde. Eine Schautafel ist dem Kleingartenwesen gewidmet, das zur Versorgung der Bevölkerung beizutragen hatte. In den Kleingärten musste damals Obst und Gemüse angebaut werden. Nur Rasenflächen anzusähen, wie es oft heute üblich ist, war nicht erlaubt. Die Freikörperkultur trieb 1988 mit 59 offiziellen und tausenden inoffiziellen Stränden Blüten. Dass sie 1954 ohne Erfolg verboten wurde, ist weniger bekannt. Zahlreiche Schreiben aus Stasiakten und verschiedenen Vereinigungen ergänzen das Bild der gelenkten Freizeit in der DDR. Einen Blick darauf zu werfen, könnte so manchem einen Aha-Effekt bescheren und zur Nachdenklichkeit Anlass geben.
Februar IR Kunst - „Das Auge fühlt mit“ ist das Motto der neuen Kunstausstellung im Schleizer Landratsamt, die ab 25. Januar 2010 besichtigt werden kann.
IR Kunst das sind Collagen, Digitale Kunst, Fotografie, Grafik, Malerei, Zeichnungen. Hierbei reicht das Spektrum vom Impressionismus über den Naturalismus bis zum Surrealismus und Symbolismus.
IR Kunst steht für Ines Recklies. Ihr wurde die Kreativität nach eigenen Aussagen in die Wiege gelegt.
„Das Auge fühlt mit“ ist vor allem eines, es ist: die Kunst der Seele ein Gesicht zu verleihen, die Kunst das Farben und Formen mit einander harmonieren, die Kunst dem Raum sein passendes Bild zu geben, die Kunst das Auge mitfühlen zu lassen und die Kunst Emotionen darzustellen. Menschen mit Bildern emotional erreichen ist die Zielstellung bei IR-Kunst.
Aktuell widmet sich Ines Recklies den Energieengeln. Sie geht immer wieder auf Entdeckungsreise und nutzt dazu die Kombination aus Vielfältigkeit der Maltechnik und der Materialien. Experimente mit Farben und Formen - immer wieder, immer neu, immer anders.
Sie selbst sagt, dass sie sich nicht auf einen Kunststil festlegen kann und will. „Ich habe meinen eigenen Stil, der entsteht mit dem Kunstwerk selbst“.
Die Künstlerin entdeckte 2001 das Malen für sich und hat seit 2007 ein Atelier in Triptis. Ihre Kunstwerke entstehen im Atelier, in der Natur oder direkt beim kunstbegeisterten Kunden.
Bei Intersse können Sie die Ausstellung bis zum 19.02.10 im Landratsamt besuchen.
Januar Am 05. Januar 2010 um 14:00 Uhr wurde im Foyer des Landratsamtes in Schleiz die Ausstellung über Khao Lak eröffnet. In der Präsentation zieht die Flutopferhilfe Khao Lak ein Resümee ihrer Arbeit, welche in Wort und Bild dokumentiert wird. Zu sehen sind Fotos vor der Katastophe, Bilder von zerstörten Häusern und Gräbern danach, sowie Eindrücke vom Wiederaufbau.
Im Anschluss an die Eröffnung berichtete Sabine Laußmann aus Schleiz, die kürzlich die Region bereiste, in einem bebilderten Vortrag über ihre Reiseeindrücke nach dem Tsunami.
Die Kreissparkasse Saale-Orla spendete anlässlich der Ausstellungseröffnung 500,- € auf das Konto der Flutopferhilfe Khao Lak.