Naturschutzgebiete sind, mit Rechtsverordnung des Freistaates Thüringen, festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen zum Erhalt der Lebensräume von geschützten Tier- und Pflanzenarten erforderlich ist.
Der Zweck der Festsetzung als Naturschutzgebiet reicht von dem Erhalt von naturnahen und naturraumtypischen Fließgewässern (
NSG „Wettera“) über den Erhalt von Heide- und Brachflächen (NSG „Mittelgrund“), sowie den Erhalt bedeutsamer Bruthabitate für bedrohte Vogelarten (u.a. NSG „Bleiberg) bis hin zum Erhalt der besonderen Eigenart und Schönheit einer Teichlandschaft (
NSG „Dreba-Plothener Teichgebiet“).
Im Saale – Orla – Kreis gibt es gegenwärtig
15 Naturschutzgebiete. Zusammen haben diese eine Fläche von 3.228,8 Hektar (ha). Dies entspricht 2,80 % der gesamten Kreisfläche.
Das größte Naturschutzschutzgebiet ist das
NSG „Jägersruh – Gemäßgrund – Mulschwitzen“ mit einer Fläche von 1.303,4 ha. Das NSG „Kobersfelsen“ ist mit 6 ha das kleinste Naturschutzgebiet im Landkreis.
Man kann auf einem Naturlehrpfad die in Thüringen einmalige Teichlandschaft zwischen Plothen und Dreba erkunden. Großer Anziehungspunkt ist die
Informationsstelle für Naturschutz und Umwelt am Hausteichdamm nahe Plothen. Hier erfährt man Interessantes über die Bedeutung des Gebietes, die Tier- und Pflanzenwelt, Vorhaben des Naturschutzes und umfangreiches Informationsmaterial.
Ein spezielles Naturerlebnis bringt auch eine Wanderung auf dem berühmten Rennsteig mit sich. Dieser weit über Thüringen hinaus bekannte Wanderweg streift das NSG „Jägersruh-Gemäßgrund-Mulschwitzen“ und verläuft quer durch das Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Thüringer Schiefergebirge“ mit seinen ausgedehnten Wäldern und naturnahen Bachläufen.