Erleichterung über Grenzöffnungen in der Euregio Egrensis

11. Juni 2021 - Rückkehr zur Normalität in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Aussicht

Schleiz. Bei den politischen Vertretern im Gebiet der Euregio Egrensis herrscht große Erleichterung über die mittlerweile niedrigen Inzidenzwerte und die damit verbundenen Schritte zur Grenzöffnung zwischen Deutschland und Tschechien. Die Kommunalpolitiker aus Bayern, Böhmen sowie Sachsen und Thüringen zeigten sich bei einer Online-Sitzung des Gemeinsamen Präsidiums optimistisch, dass sich die Lage weiterhin entspannt.

Bürgermeister Patrik Pizinger aus Chodov, Bezirksrat in der Karlsbader Region und der amtierende Präsident der Gesamt-Euregio, zeigte sich zuversichtlich, dass man sich in naher Zukunft wieder persönlich treffen könne. Auch die Impfquote in Tschechien nehme permanent zu.

Landrat Peter Berek aus Wunsiedel, Präsident der bayerischen EUREGIO-Arbeitsgemeinschaft, wies darauf hin, dass in den vergangenen Tagen die Inzidenzen in den Landkreisen der Euregio zwischen Null und 30 lagen. Diese positive Entwicklung habe Schritt für Schritt zur Öffnung der Grenzen geführt. Der Verweis auf den Nachholbedarf nach dem Neustart bei den touristischen und kulturellen Einrichtungen in der Region war vor allem dem Landrat des Vogtlandkreises und Präsidenten der sächsisch-thüringischen Arbeitsgemeinschaft, Rolf Keil, ein großes Anliegen.

Der Landrat des thüringischen Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann, betonte, dass nach über einem Jahr großer Anspannung bei den grenzüberschreitenden Beziehungen nun wieder mehr Zuversicht angezeigt sei. Er erinnerte noch einmal an die gute Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Behörden in den vergangenen Monaten.

Steffen Schönicke