Inzidenz im Saale-Orla-Kreis klettert auf neuen Höchststand

3. Mai 2021 - 93 weitere Corona-Fälle lassen Inzidenz des Saale-Orla-Kreises auf 574,0 klettern / Keine lokalen Hotspots im Landkreis

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Schleiz. Während sich die Corona-Lage in Deutschland wieder allmählich zu entspannen scheint und erste Stimmen schon davon sprechen, dass die dritte Welle gebrochen sei, kann im Saale-Orla-Kreis von Besserung noch keine Rede sein. Stattdessen erreichen die Infektionszahlen nach einem enormen Anstieg in den zurückliegenden Tagen ungekannte Höhen. So weist das Robert-Koch-Institut für den Landkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 574,0 und damit ein neues Allzeit-Hoch aus.

Durch einen verstärkten Personaleinsatz im Gesundheitsamt werden derzeit noch viele Fälle der vorangegangenen Tage abgearbeitet, weswegen sich die Infektionszahlen aktuell derart häufen und noch höher sind, als in den vergangenen Wochen. Einzelne lokale Ausbrüche, die die Inzidenz nach oben treiben, gibt es nicht.

Enttäuscht äußert sich Landrat Thomas Fügmann mit Blick auf die Landesregierung. In einer Telefonkonferenz am heutigen Vormittag mit Ministerin Heike Werner, Minister Helmut Holter sowie allen Landräten – Thema war die Thüringer Corona-Verordnung, die in dieser Woche in Kraft treten wird – bekräftigte Thomas Fügmann die Forderung aus dem Saale-Orla-Kreis nach zusätzlichem Impfstoff für die besonders betroffene Region. Leider gab es von Seiten der Ministerin Heike Werner keinerlei Zusage für eine diesbezügliche Hilfe des Landes.

„Das ist für uns nicht hinnehmbar. Wir werden unsere Forderung immer wieder stellen, so lange, bis wir zusätzliche Impfstoffe bekommen. Wir wollen der Bevölkerung im Saale-Orla-Kreis eine Perspektive geben, wie wir von den hohen Zahlen herunter kommen. Dabei spielt das Impfen eine zentrale Rolle“, so Fügmann.

Eine Verschärfung der Infektionsschutz-Maßnahmen – wie etwa eine Ausgangssperre auch tagsüber – hält Landrat Thomas Fügmann dagegen für nicht sinnvoll, ja sogar für „völlig übertrieben“. Eine Allgemeinverfügung mit speziellen weiteren Maßnahmen für den Saale-Orla-Kreis soll es daher in absehbarer Zeit nicht geben.

Pressesprecher
Alexander Hebenstreit