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Armutsprävention

Mit Beginn des Jahres 2016 startete im Saale-Orla-Kreis die Etablierung der Planungskoordination/ Armutsprävention. Grundlage für die Umsetzung ist die ESF-Förderung im Rahmen der Armutspräventionsrichtlinie des Freistaates Thüringen. 

Ziel der Richtlinie ist die Unterstützung der kommunalen Gebietskörperschaften bei der lokalen Entwicklung und qualifizierten Umsetzung von Handlungsstrategien zur sozialen Integration von durch Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppen und zur Bekämpfung individueller Armut insbesondere durch eine bedarfsgerechte Planung der Sozial- und Bildungsinfrastruktur. Durch eine integrierte Sozialplanung wird die Entscheidungsfindung zur Prioritätensetzung von Maßnahmen durch Führungskräfte und Planungsfachkräfte unterstützt, die letztendlich zu einem effektiveren Mitteleinsatz führt. Besonderes Augenmerk wird hier auf die Nachhaltigkeit der eingeleiteten Maßnahmen gelegt.

In den Jahren 2016 -2018 wurde in einem ersten Schritt ein Sozialmonitoring eingeführt und auf dessen Grundlage ein Sozialbericht erstellt. Dieser war auch die Basis für die Festlegung von Sozialräumen, sowie ein Treffen der Akteure des sozialen Bereiches im November 2017. Ziel des Akteurstreffens war es an verschiedenen Thementischen an Leitlinien für eine chancengerechte Teilhabe zu arbeiten. Die ersten Ideen, die im November 2017 entwickelt wurden, wurden im Jahr 2018 in mehreren Arbeitsgruppen wieder aufgegriffen und weitergedacht. Schlussendlich entstanden Ziele und Maßnahmen zu den Leitlinien, die in der Armutspräventionsstrategie des Landkreises verankert wurden. Diese wurde im Oktober 2020 durch den Kreistag verabschiedet und soll in der zweiten Förderphase in den Jahren 2019- 2021 unter dem Titel „Attraktive Sozialstrukturen im ländlichen Raum – Chancengleichheit durch Vernetzung“ umgesetzt werden.

In der Fortführung des Projektes in den Jahren 2019 bis 2021 sollen begonnene Dinge verstetigt und gefestigt werden. Maßnahmen, die im ersten Förderzeitraum formuliert wurden, sollen umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

Meilenstein 1

Netzwerkkonzeption „Gut leben und alt werden im SOK“ erarbeiten / Voraussichtliche Umsetzung: 09/2019

Meilenstein 2

„Früher an später denken“ – Sensibilisierung der Bevölkerung / Voraussichtliche Umsetzung: 06/2020

Meilenstein 3

Transparente Unterstützungsangebote schaffen – Befragung von Familien – Neugestaltung Elternordner / Voraussichtliche Umsetzung: 10/2020

 Meilenstein 4

Maßnahmeevaluation – Evaluationsinstrument entwickeln und anwenden / Voraussichtliche Umsetzung: 05/2021

Meilenstein 5

Themenblätter erstellen und Fortschreibung der Armutspräventionsstrategie / Voraussichtliche Umsetzung: 12/2021