Informationen zu Quarantäne und Genesenenbescheinigungen

Die Quarantäne von nachweislich mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infizierten Menschen und deren engen Kontaktpersonen, gilt als eines der wichtigsten Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass es schnell genug gelingt, den betroffenen Personenkreis zu ermitteln und Quarantäne, also das Isolieren von anderen Menschen, anzuordnen.

Die rechtliche Grundlage für die Anordnung der Quarantäne ist das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz / Paragraf 30). Corona-spezifische Regeln zur Quarantäne sind zudem in der Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung (Paragraf 9) niedergeschrieben.
In Bezug auf Reiserückkehrer und bestimmte, länderübergreifend tätigte Berufsgruppen bildet die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes die Rechtsgrundlage.



Umgang mit Quarantäne und Definition von Kontaktpersonen

Die wichtigsten Hinweise, die im Zusammenhang mit der Quarantäne zu bedenken sind, hat das Robert-Koch-Institut (RKI) in einem Flyer zusammengestellt (Flyer zum Selbstausdrucken / mobile Version). Angeordnet wird die Quarantäne in der Regel für enge Kontaktpersonen, bei denen ein erhöhtes Risiko einer Ansteckung besteht. Auf welche Weise das definiert wird, erklärt das RKI hier. Abweichend davon kann es bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Schulen, Kitas, Behindertenwerkstätten oder Pflegeheimen je nach Lagerung des Einzelfalls gesonderte Regelungen geben.



Entschädigung bei angeordneter Quarantäne

Informationen zu Entschädigungsleistungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG), etwa aufgrund eines Tätigkeitsverbots oder infolge notweniger Kinderbetreuung, hat das Thüringer Landesverwaltungsamt zusammengestellt. Klicken Sie bitte hier: Entschädigungsleistungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG).



Bescheinigung für Genesene

Für Bürgerinnen und Bürger aus dem Saale-Orla-Kreis, denen mittels PCR-Test eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, stellt das Landratsamt Genesenen-Bescheinigungen aus. Personen, die eine Genesenen-Bescheinigung benötigen bzw. ein fehlerhaftes Dokument erhalten haben, werden gebeten dies in einer kurzen E-Mail an genesene@lrasok.thueringen.de mitzuteilen. Die Nachricht sollte neben dem Namen, der Anschrift und dem Geburtsdatum möglichst auch das Aktenzeichen des Quarantäne-Bescheids enthalten. Personen, die ab dem 15. Juli 2021 mittels PCR-Test positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, wird die Genesenen-Bescheinigung automatisch zugesandt.

Für eine Genesenen-Bescheinigung muss der PCR-Test mindestens 28 Tage zurück liegen. Das zweisprachige Dokument gilt ausgehend vom Tag des positiven Tests für exakt sechs Monate. Andere Methoden, etwa ein Antikörpertest, können nicht berücksichtigt werden, da hier keine datumsgenaue Zuordnung möglich ist.

Personen, die an Covid-19 erkrankt waren und deshalb nur einmal geimpft werden, können sich dies im digitalen Impfnachweis bescheinigen lassen. Hierfür ist der Nachweis eines positives PCR-Tests durch eine Genesenenbescheinigung nötig sowie der Nachweis einer nach der Erkrankung erfolgten Impfung. Wie lange die Infektion zurückliegt, ist in diesem Fall nicht relevant, so dass der Test auch länger als sechs Monate zurückliegen kann. Wichtig ist aber, dass die Impfung danach erfolgt ist.

Der digitale Impfnachweis wird unter anderem von zahlreichen Apotheken ausgestellt. Welche Apotheken den Service anbieten können Sie unter anderem über die Apothekensuche des Deutschen Apothekerverbands (hier klicken) herausfinden.


letzte Aktualisierung: 21. September 2021