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Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
 

Wenn Eltern nicht ausreichend für ihr Kind und dessen Bedürfnisse sorgen können, sind sie verpflichtet, fachkundige Hilfe und Unterstützung zu suchen und anzunehmen. Das Jugendamt hat dafür zu sorgen, dass ausreichende Hilfeangebote vorhanden sind und außerdem die Aufgabe, Eltern dabei zu helfen, eine geeignete Unterstützung zu finden.

Nur im Extremfall handeln Eltern gegen die Interessen ihres Kindes, missachten seine Rechte und sind nicht bereit oder in der Lage, drohende Gefahren vom Kind abzuwehren. Nur dann sind die MitarbeiterInnen des Jugendamtes verpflichtet, den Schutz des Kindes notfalls auch gegen den Willen der Eltern sicher zu stellen.

Gibt es deutliche Hinweise für die Gefährdung eines Kindes, müssen mindestens zwei erfahrene Fachkräfte der Jugendhilfe das Risiko für das Kind einschätzen. Dabei beziehen die SozialarbeiterInnen die Eltern bzw. die Sorgeberechtigten ein, insofern dies den Schutz des Kindes nicht gefährdet. Auch in dieser Situation muss das Jugendamt den Eltern zuerst geeignete Hilfen anbieten.

Kommen die SozialarbeiterInnen des Sozialen Dienstes zu dem Ergebnis, dass eine akute Gefahr für das Kind besteht, und können oder wollen die Eltern keine Hilfe annehmen, muss das Jugendamt das Familiengericht informieren. Nur das Familiengericht darf eine Entscheidung für das Kind treffen.

In Situationen, in denen eine dringende Gefahr für das Wohl eines Kindes besteht, können die SozialarbeiterInnen das Kind in „Obhut“ nehmen. Ohne Einverständnis der Eltern ist eine solche „Inobhutnahme“ nur kurzzeitig möglich. Das Familiengericht muss dann die Situation so schnell wie möglich prüfen und eine Entscheidung für das Kind treffen.

Fachdienst Jugend und Familie/Jugendamt
Anschrift:
Oschitzer Straße 4
07907 Schleiz
Tel.:
03663 488-958
Fax:
03663 488-488
 

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