Museum Schloß Burgk

Eine Einrichtung des Saale-Orla-Kreises in Burgk: Eines der schönsten Schlösser Mitteldeutschlands, in dem man Veranstaltungen und Ausstellungen erleben kann

Malerisch am Ufer der Oberen Saale gelegen, beherbergt die einstige Reußische Residenz Schloss Burgk nicht nur historische Wohn-und Schauräume nebst kostbarem Interieur, sondern ist mit ihren Sammlungen, Ausstellungen, Konzerten und Festen ein kulturelles Zentrum Ostthüringens und gilt als eines der charmantesten Schlösser Mitteldeutschlands.

Beeindruckende spätmittelalterliche Wehranlagen umschließen ein Gebäude, das hinter einer schlichten Fassade zahlreiche Kostbarkeiten birgt.
Entdecken Sie in der Architektur und Ausstattung des Schlosses Stilelemente verschiedener Epochen - von Gotik über Barock und Rokoko bis hin zum Historismus. Genießen Sie die Aussicht über  Flusslandschaft, Täler und Wälder. Die Einheit von Architektur und Landschaft ist faszinierend.


Märchen-Sonntage in den Sommerferien 


Seit dem Beginn der Thüringer Sommerferien (seit 17. Juli) bis zum Weltkindertag am 20. September, lädt das Museum Schloß Burgk an jedem Sonntag um 11 Uhr Klein und Groß zu der beliebten Veranstaltungsreihe „Märchen-Sonntage“ ein. Puppenspieler und Schauspieler, Geschichtenerzähler und Musiker entführen Kinder und Erwachsene in die Welt der Märchen, Geschichten und Legenden – in eine Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat und ein Träumer noch König sein durfte.

Das detaillierte Programm der Märchen-Sonntage wird auf der Internetseite des Museums veröffentlicht. Eine vorherige Anmeldung zu den Veranstaltungen ist erforderlich.
Der Eintritt beträgt für Kinder 3 €; Erwachsene 6 €, Familienkarte 15 €. Kartenvorbestellungen sind über Tel.: 03663 / 400119 und per E-Mail an: museum@schloss-burgk.de möglich.


„Dornröschen und die Monsterbande“ mit dem Figurentheater Dresden

An diesem Sonntag, 14. August, lädt das Museum Schloß Burgk gleich zwei Mal zur Märchenstunde ein. Am Vormittag zur gewohnten Uhrzeit um 11 Uhr und ein weiteres Mal am frühen Nachmittag um 14 Uhr. Zu Gast ist das Dresdener Figurentheater, das 1997 von Jörg Bretschneider gegründet wurde. Im Gepäck hat er für den Märchen-Sonntag auf Schloß Burgk ein klassisches Grimm’sches Märchen in modernem Gewand: „Dornröschen und die Monsterbande“.
Wenn man ein altes Märchenbuch öffnet und die Geschichte von Dornröschen erzählt, geschehen manchmal seltsame Dinge. Zum Beispiel können sich Monster in das Buch eingenistet haben oder sogar eine ganze gummibärenfressende Monsterbande. Können diese Unholde wenigstens verhindern, dass Dornröschen 100 Jahre schlafen muss? Natürlich nicht, denn sie machen nur Unsinn. Doch sie können helfen, einen guten Prinzen zu finden, ihm das Küssen zu lehren, damit er die Prinzessin schön wach küsst. Und vielleicht sind sie notwendig, damit alles ein gutes Ende nimmt?
Die Antwort darauf gibt es beim Märchen-Sonntag am 14. August um 11 Uhr und um 14 Uhr auf Schloß Burgk. Gespielt wird diese spannende Geschichte von einem Schweizer Muschelbläser mit vielen Talenten, z.B. puzzeln, zaubern, mit Puppen spielen und vieles anderes mehr.
Geeignet für Kinder ab 4 Jahren, Dauer ca. 45 Minuten. Aufgrund des begrenzten Platzangebots ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Kartenvorbestellungen sind über Tel.: 03663 / 400119 und per E-Mail an: museum@schloss-burgk.de möglich. Der Eintritt beträgt für Kinder 3 €; Erwachsene 6 €, Familienkarte 15 €.


Aktuell zeigt das Museum Schloß Burgk drei Sonderausstellungen:

„Dein Ritter Hultenreich“  - präsentiert Malerei, Graphik, Zeichnungen, Skulpturen, Künstlerbüchern und Texten von Jürgen K. Hultenreich, Harald-Alexander Klimek und Weggefährten sowie archäologischen Funden aus dem Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin.

„Erde - Wasser - Luft – Feuer“ -  zeigt Keramiken von Angelika Kühn von Hintzenstern (1950-2022). Den Umgang mit Ton hatte die gelernte Buchhändlerin Angelika Kühn von Hintzenstern bei Dietrich Kleinschmidt in Saalfeld und Christine Freigang in Bürgel gelernt. Bereits in den 1970er Jahren entstanden erste Gefäße in Plattentechnik, die sie sich mit einem ganz eigenen Stil einverleibte. Reliefs, Gefäßskulpturen, Scheibenplastik aus unregelmäßigen Platten und kantige Gefäße sind ihre Markenzeichen. Schon bald wuchsen die Arbeiten über die „Schulstube“, ihrem Atelier in Kühdorf, hinaus. Sie wurden ausgestellt in Thüringen und anderenorts, fanden Eingang in zahlreiche private und Sammlungen für Gegenwartskeramik. Seit 2004 entstanden gemeinsame mit ihrem Ehemann Matthias von Hintzenstern, Musiker und Bildender Künstler,  Raum-, Klang- und Licht-Installatione, z.B. „wohin, wenn überhaupt“, „ Die Himmelsgegenden“ 2011 auf Schloß Burgk, zu zwei Höhlerbiennalen in Gera, Kunst im Tuffsteinkeller 2012 Lichtenstein-Honau, im Wasserschloß Klaffenbach, auf Burg Posterstein und anderen Orten mehr.

Der 70. Geburtstag von Angelika Kühn von Hintzenstern sollte 2020 Anlass für eine Ausstellung ihrer Arbeiten auf Schloß Burgk sein. Schloß Burgk, das sie so sehr liebte und mehrmals im Jahr besuchte. Aufgrund der monatelangen Schließung des Museums sowohl 2020 als auch 2021 musste die Ausstellung mehrmals verschoben werden. Im Februar dieses Jahres verstarb Angelika Kühn von Hintzenstern nach kurzer schwerer Krankheit. Ein großer Verlust für die Familie, für Freunde, Kollegen, Weggefährten, Sammler, für die Kunst- und Kulturszene Thüringens. Ihre Arbeiten aber bleiben und sind im Juli nun für einige Monate auf Schloß Burgk eingezogen.


In der Ausstellung „Die Erinnerung in Email versiegelt“ werden Arbeiten eines Email-Kunstprojektes der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz gezeigt. Zu diesem Projekt wurden anlässlich des 35-jährigen Bestehen der IJBS sechszehn herausragende Email-Künstler aus Polen, Ungarn, Frankreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Deutschland eingeladen – darunter die Thüringer Künstler Rolf Lindner, Mandy Rasch und Gudrun Wiesmann. Entstanden sind Arbeiten, die das Drama des Krieges aber auch die Hoffnung und den Glauben an die Kraft des Guten thematisieren.
Im Exlibris-Kabinett zeigt das Museum aus aktuellem Anlass die Sonderausstellung: „When the guns speak, the muses are silent …“ mit Exlibris aus der Ukraine. Die Exlibris-Sammlung im Museum Schloß Burgk beherbergt mehr als 2500 Blätter von über 100 Künstlern aus der Ukraine. In der Ausstellung werden 120 Exlibris im Original - vorwiegend Arbeiten der jungen Künstlergeneration - sowie zahlreiche weitere digital gezeigt.

Die Exlibris-Sammlung des Museums Schloß Burgk:

Mit etwa 95.000 Blättern ist die Exlibris-Sammlung (Exlibris - lat.: "aus den Büchern"), die größte Spezialsammlung des Museums und eine der großen Europas in öffentlicher Hand. Den Grundstock bildet die etwa 13.000 Blatt umfassende Sammlung Heinicke, die 1981 dem Museum übereignet wurde. Dank weiterer Schenkungen von Sammlern und Künstlern sowie durch Ankäufe konnte die Sammlung beständig erweitert werden und vereint heute Exlibris aus fünf Jahrhunderten, gearbeitet von über 5.000 Künstlern aus mehr als 60 Ländern.

Sie setzt im frühen 16. Jahrhundert ein, etwa 25.000 Blätter gehören in die Zeit vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis Mitte der 1930er Jahre. Kein wesentlicher Künstler fehlt. Von einigen ist das Exlibris-Werk vollständig oder nahezu vollständig beisammen Ein kleiner Bestand ist dem 17. und 18. Jahrhundert zuzurechnen. Eine große Anzahl moderner Arbeiten gibt einen repräsentativen Überblick über das aktuelle Exlibrisschaffen.


Schlösser & Gärten: Angebot für Reisen mit dem Smartphone in Thüringen 

Thüringer Staatskanzlei und Thüringer Tourismus GmbH veröffentlichen digitale Tour zum Schlösserland Thüringen - Schloß Burgk im Saale-Orla-Kreis ist dabei

Eine neue Erlebnis-Tour ergänzt das Angebot der Thuringia.MyCulture.-App, dem digitalen Kulturreiseführer der Thüringer Staatskanzlei und der Thüringer Tourismus GmbH (TTG). Wer die App nutzt, kann mit der neuen Tour auf eine virtuelle Erlebnisreise durch das Schlösserland Thüringen gehen. In Zusammenarbeit mit dem Marketingverbund „Schatzkammer Thüringen“ wurden zehn Stationen ausgewählt, die für den Facettenreichtum der Schlösser- und Gartenlandschaft Thüringens stehen. 

Gesamtkunstwerk Schloss erleben

Herausragende Persönlichkeiten, die Schlossarchitektur sowie die umliegenden Parks und Gärten – all das ergibt das Gesamtkunstwerk Schloss. Jede Station in der Tour bildet diesen Dreiklang ab. Dabei wird jeweils eine prägende Person aus der Schlossgeschichte, ein baulicher Höhepunkt und eine botanische Besonderheit vorgestellt. So bietet die Tour einen abwechslungsreichen Einblick in Thüringens Schlösservielfalt und vermittelt Wissenswertes sowie überraschende Anekdoten. App-Benutzer werden zum Mitmachen animiert und können rätseln, entdecken, wischen, lauschen, staunen, schmunzeln und knipsen. Ganz besondere Aussichten erwartet die Nutzer außerdem: Atemberaubende Drohnen-Flüge zeigen die Thüringer Schlösser aus ungewohnten Perspektiven.

Zur App Thuringia.MyCulture.

Vor vier Jahren gestartet, beinhaltet die „Thuringia.MyCulture.-App bisher Touren zum mittelalterlichen Erfurt, zu Weimar und der Moderne, zum Bauhaus in Thüringen, zu Johann Sebastian Bach, zu besonderen Thüringer Persönlichkeiten sowie eine Tour zur „Blumenstadt Erfurt“. Die bisherige Entwicklung wurde mit rund 631.000 Euro von der Thüringer Staatskanzlei finanziert. Die inhaltliche Gestaltung und Weiterentwicklung wird von der Thüringer Tourismus GmbH verantwortet und erfolgt in enger Abstimmung mit den Kulturstätten. Für die inhaltliche Umsetzung der neuen Schlössertour wurde die Agentur C4 aus Berlin beauftragt. Die Thuringia.MyCulture.-App wird von Nutzern aktuell mit 4,9 von 5 Sternen bewertet und ist für iOS sowie Android in Deutsch und in Englisch kostenfrei verfügbar.


 

Die nachfolgend abgebildeten Fotos wurden uns von Hobbyfotografin Annette Kempfert aus Neustadt an der Orla (Bilder 1 und 2), vom Team des Schloß Burgk sowie dem Regionalverband Thüringer Wald zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank!