Netzwerk gegen häusliche Gewalt

2007 gründete sich im Saale-Orla-Kreis unsere interdisziplinär arbeitende Arbeitsgruppe "Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Saale-Orla-Kreis".
Wir sind ein Kreis von Expertinnen und Experten staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen und Beratungsstellen des SOK, die in ihrer täglichen Arbeit mit unterschiedlichen Formen häuslicher Gewalt befasst sind.
Gemeinsam wollen wir dazu beitragen, die Wachsamkeit zu schärfen und wie bisher wirksame Maßnahmen und Aktivitäten gegen häusliche Gewalt entwickeln. Weiterhin ist es unser Ziel, durch die optimale Zusammenarbeit der Fachinstanzen sicherzustellen, dass Opfern häuslicher Gewalt schnell und rechtssicher geholfen werden kann. Betroffene werden jederzeit kostenlos und vertraulich in den Beratungsstellen unseres Netzwerkes beraten.


Aktionszeit gegen häusliche Gewalt

Gleichstellungsbeauftragte Nadine Hofmann bringt Informationen über Hilfsangebote ganz nah an die Betroffenen und Angehörigen

Schleiz. Viele Jahre gab es eine Aktionswoche gegen häusliche Gewalt m November. Im Jahr 2020  hat der der Aktionszeitraum Anfang November begonnen und wurde bis Ende März 2021 verlängert.

„Häusliche Gewalt kommt ganz real vor, auch im Saale-Orla-Kreis“, weiß die Gleichstellungsbeauftragte Nadine Hofmann.
Doch die Hemmschwelle für die Betroffenen ist hoch. Wem sollen sie davon erzählen? Wem kann man sich anvertrauen? Wohin kann man sich wenden, um Hilfe zu bekommen?

Für alle, die sich zu Hause nicht mehr sicher fühlen, die betroffen sind von häuslicher Gewalt oder die von Betroffenen wissen und helfen möchten, bietet das hiesige Netzwerk gegen häusliche Gewalt ganz konkrete Hilfe und Kontakte an.

Damit die Informationen und Hilfsangebote ganz nah an die Menschen kommen, hat die Gleichstellungsbeauftragte Nadine Hofmann Bäcker, Fleischer, Apotheken, Einkaufsmärkte sowie Bibliotheken und die Kreissparkasse Saale-Orla ins Boot geholt. Bei diesen Partnern der Aktion liegen seit Anfang November Flyer, Visitenkarten und Plakate über die Aktion aus. „Dank der Mithilfe so vieler Partner kommen die Informationen dort an, wo die Menschen im Alltag hingehen und wo sie jetzt aktuell auch hindürfen“, so Nadine Hofmann. Für die Offenheit gegenüber diesem sensiblen Thema ist die Gleichstellungsbeauftragte den Partnerinnen und Partnern vor Ort sehr dankbar.

Mithilfe der 4000 Flyer, 3000 Visitenkarten und zahlreicher Plakate erhalten Betroffene und Angehörige Notruf-Telefon-Nummern und Kontakte zu allen Partnern des hiesigen Netzwerkes gegen häusliche Gewalt. Darunter der lokale Frauen-Notruf, der rund um die Uhr erreichbar ist.

„Hier können Sie anrufen, hier bekommen Sie Hilfe!“, ruft Nadine Hofmann auf. Sie konnte schon in zahlreichen Fällen helfen und weiß um die Not der Betroffenen.


Wenn Sie Hilfe brauchen, wir sind für Sie da. Machen Sie den ersten Schritt für ein Leben ohne Angst! Wenden Sie sich an uns...

Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie in dieser Auflistung und in diesem Flyer.