Polterabend-Testreihe nahezu komplett ausgewertet

11. September 2020 - Zwei weitere Teilnehmer des Junggesellenabschieds in Ungarn positiv auf SARS-CoV-2 Test / Alle übrigen Gäste des Polterabends mit negativen Abstrichen

tuberkulose 563429 1920 pixabay ©Pixabaytuberkulose 563429 1920 pixabay ©Pixabay

Schleiz. Die Corona-Tests, die im Zusammenhang mit einem Polterabend in Rosenthal am Rennsteig durchgeführt wurden, sind fast vollständig ausgewertet. Bis auf vereinzelte Abstriche liegen alle Befunde vor und man darf leise aufatmen: Es gibt zwei positive Ergebnisse, alle übrigen Tests fielen negativ aus.

Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Polterabend 112 Personen durch die jeweils zuständigen Gesundheitsämter betreut. 82 davon testete der Fachdienst Gesundheit des Landratsamt Saale-Orla am Dienstag und Mittwoch gemeinsam mit dem Team des Med.Punkt Rennsteig in Blankenstein auf eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus. Da eine Infektion trotz eines negativen Testergebnisses nicht ausgeschlossen werden kann, befinden sich die betroffenen Personen gemäß der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts weiter in Quarantäne.

Bei den beiden positiv Getesteten handelt es sich um zwei Männer, die wenige Tage zuvor am Junggesellenabschied in Budapest teilnahmen. Damit infizierten sich mindestens vier Mitglieder der neunköpfigen Ungarn-Reisegruppe mit SARS-CoV-2, drei davon mit Wohnsitz im Saale-Orla-Kreis.

Dass sich bei dem Polterabend – nach bisherigem Kenntnisstand – keine weiteren Personen ansteckten, hat nach Einschätzung von Amtsarzt Dr. Torsten Bossert zwei Ursachen: Zum einen die Inkubationszeit von rund fünf Tagen, also die Zeitspanne die es nach einer Infektion braucht, bis man ansteckend ist. Möglicherweise hätte es anders ausgesehen, wenn der Polterabend zwei Tage später stattgefunden hätte. Zum anderen dürfte die gute Belüftung des Zelts, in dem die private Feier stattfand, dazu beigetragen haben, dass sich das Virus nicht weiterverbreiten konnte.

Pressesprecher Alexander Hebenstreit